Sesino

Bei aller Umbauerei: Die Löffelburg gab bisher keine grossen Schätze preis. Allerdings haben wir die eine oder andere Münze gefunden.

Im zweiten Stock kam bei den Abrissarbeiten an den Wandverkleidungen dieser Sesino zum Vorschein. Es handelt sich um einen im Herzogtum Mailand unter Philipp IV. (1622–1665) von Spanien geprägten Sesino. Diese Münzen wurden zwischen 1645 und 1665 geprägt.

Münze aus R25 in R24 gefunden

Eine andere Münze, die im selben Zimmer gefunden wurde, ist ein Zuger Schilling, der zwischen 1597 und 1610 vom Zuger Münzmeister Georg Vogel nach Luzerner Vorbild geprägt wurde. Die Inschriften lauten: [vs=SANCT WOLFGANG  rs=MONETA NO TUGIENS].

Mümze, Knöpfe

Nun könnte man vielleicht meinen: «Wow! Reichtum!», aber dem ist leider nicht so. Im Übrigen hat bereits die Kantonsarchäologie Luzern darum gebeten, die Münzen haben zu dürfen. Da ist man natürlich unsicher, was man machen soll. In der Archäologie wird, irgendwann einmal, wenn die ganzen Sparübungen des Kantons ein Ende gefunden haben, irgendein/e Sachbearbeiter/in die Münzen ins Verzeichnis aufnehmen und irgendein Münzsachverständiger wird sie sich anschauen. Danach werden sie sich bei all dem anderen Fundgut des Kantons in den Keller begeben.

Andererseits: Was sollen sie bei uns? Wir können sie Gästen zeigen und in der Löffelburg in der Vitrine des Kantonsmuseums Luzern ausstellen. Irgendwann gehen sie vielleicht verloren oder was weiss ich.

Also werden sie wohl doch in die Archäologie gehen, aber jetzt noch nicht, denn es ist «MEIN Schatz! – saber keuch röffelröffel – Gollum, Gollum, MEIN Schaatz!».

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