Datenschutzerklärung

Von WordPress wurde ich darauf hingewiesen, dass wir eine Datenschutzerklärung in diese Homepage einbinden sollten.

Hm. Das ist das Internet, wie soll das gehen?

Die grosse Aktion «Sandindieaugen», sprich Datenschutz für Internetuser/innen möchte das so. Basta.

Tatsächlich kann es heute keine Datenschutzerklärungen auf Internetseiten geben, die tatsächlich eingehalten werden könnten.

Wir beschränken unsere daher auf Folgendes:

Liebe Leserin, lieber Leser. Sie befinden sich auf unserer Homepage und damit im Internet. Ehrlich gesagt sind alle Datenschutzerklärungen absolut überflüssig, denn Tatsache ist, absolut alle Informationen werden, ohne unsere Zustimmung von Providern, Hoster und der ganzen verdammten Internet-Datensammelmafia, den Geheimdiensten und wasweissichnichtwem gesammelt und in irgendeiner Form weiterverarbeitet. WIR EMPFEHLEN DAHER:

  1. Richten Sie sich den Browser Opera ein und stellen Sie ihn auf höchste Sicherheitsstufe inkl. VPN (Link VPN Erklärung Wikipedia)
  2. Löschen Sie nach dem Besuch unserer Seite alle Browserdaten.
  3. Wenn Sie gaanz sicher gehen wollen: Verlassen Sie das Internet! Kaufen Sie sich ein spannendes Buch und laden Sie sich vorher die Offline-Version von Wikipedia herunter.

Können Sie sich erinnern? Die Zeit vor Internet? Telefonate mit Freunden, statt ein fb-like? Bücher lesen statt Game of Thrones streamen? Verstohlen und beschämt am Kiosk ein Heftli kaufen statt sich durch myporn, youporn oder wessen porn auch immer zu klicken (nicht dass das irgendjemand jemals tun würde!).  Am Samstag mit Freund oder Freundin, Kumpels usw. shoppen gehen, statt den ganzen Krempel online zu kaufen?

Ok, wenn Sie das erlebt haben, dann können wir uns jetzt duzen, denn wir sind in einem Alter, wo wir das einfach so tun können.

Also, hi, ich bin Smy. Ich brauche das Internet seit seinen Anfängen und ich hatte grosse Hoffnungen. Als ich meinen ersten Wikipedia-Eintrag verfasste, gab es gerade an die fünftausend Artikel über die Schweiz und alle AkademikerInnen hassten es. Wir redeten von der Demokratisierung des Netzes, von grenzenlosem Wissen und der Möglichkeit, dass wir endlich alle Freunde werden könnten.

Was am Ende blieb, ist, dass die Demokratisierung des Netzes zerschlagen wurde wie der arabische Frühling, das grenzenlose Wissen zu einer Lawine von Fake-News geworden ist und absolut niemand im Netz sicher ist. Freundschaft wird auf likes reduziert und auf ein Herz-Emoji. Millionen Tonnen Leerfracht und noch einmal Millionen Tonnen Retouren, Datenklau, Kontohacker und Persönlichkeitsdiebstahl, Kinderpornografie, Hatestorms, Shitstorms und youtube-Fanhysterie für Schminktipps.

Sag mir, Freund, der auch du die Zeit kanntest, in der die Länge des Kabels vorgab, wie weit du dich vom Telefon entfernen konntest und es nervte, wenn zu viele Neunen in einer Telefonnummer vorkamen, weil man dann so lange warten musste, bis die Wählscheibe zurückgedreht ist, sag mir also, denkst du nicht auch ab und zu: «Ihr könnt mich doch alle am Arsch lecken!»?

Also ich schon, ich denke das oft. Weshalb nutze ich denn das Internet noch immer? Weil wir in Geiselhaft des technischen Fortschritts sind. Wir können es lassen und werden abgehängt, verstehen nur noch Bahnhof und werden kaum noch ein Telefon bedienen können, oder wir machen den Scheiss mit und versuchen, das Beste draus zu machen, auch wenn das, nun mal ehrlich, kaum zu finden ist.

Aus der schönen neuen Welt ist ein Reich von Wegelagerern geworden. Und aus der Hoffnung, einen Ausweg aus den konservativ-kapitalistischen Zwängen zu finden, ist ein Instrument des neoliberalen Kapitalismus geworden, die Massen mit Konsumzwängen zuzuscheissen, bis sie sich vor lauter Unfähigkeit, denen nachkommen zu können, vor den Zug werfen.

Jaja, das Internet hat auch Gutes. Wir konnten den Astronomen bei der Suche von Planeten und anderem helfen. Doch was nützt uns das? Wir konnten der Medizin helfen, Krankheiten und deren Muster zu verifizieren. Toll, in der Zwischenzeit sterben Menschen wegen des Konsums von Medikamenten, die sie legal und illegal im Internet bezogen haben.

Kurz gesagt, erinnern wir uns an die wirklich weisen Worte von Amy in The Big Bang Theory, die sie über den Film «Die Jäger des verlorenen Schatzes» sagte: «Indiana Jones [der Held des Films] spielt für den Ausgang der Geschichte überhaupt keine Rolle. Wenn er nicht in dem Film wäre, würde der dennoch auf die gleiche Weise enden.» Ja das ist wahr, und fast genauso verhält es sich mit dem Internet.  Ist das nicht traurig?

Wie also geht es weiter? Keine Ahnung, echt. Ehrlich gesagt habe ich nicht die geringste Hoffnung, dass sich das zum Guten wenden wird. All die Versprechungen von der «Befreiung» des Individuums aus den Fesseln der «Cookie-Gilden» klingen hohl angesichts der Tatsache, dass es genau die grossen internetfirmen sind, die uns versprechen, dass «wir versprechen, uns zu bessern» (Mark Zuckerberg, 2018).

Also, auf dem Smartphone den Browser SnowHase installieren und auf dem Computer ein VPN-Add-on  für den Browser (diese können kostenpflichtig sein, aber das lohnt sich allemal).

Oder aber man lässt das alles, liest die Datenschutzerklärung und AGB der Anbieter und drückt brav auf «ok» und auf «Einverstanden», wenn deine Bewilligung für Cookies erfragt wird.

Es kann ja so einfach sein!