Kritik an der Nienetwiler Forschung

Wir wollen fair und wissenschaftlich korrekt sein und die Kritik an der Nienetwiler-Forschung ebenfalls vorbringen.

In der Hauptsache geht es darum, dass verneint wird, dass es überhaupt eine Nienetwiler Kultur, Nienetwil oder NienetwilerInnen gegeben hat. All dies sei nicht beweisbar und die Artefakte nichts als falsch interpretierte Einzelfunde.

So schrieb Dr. Beat Hugentobler-Streiff in «Archäologie Schweiz» (Ausgabe 5/2018, S. 22): «Es ist unverständlich, wie eine solchefantastische Lüge ihren Weg in die seriöse Wissenschaft finden konnte. Gegen die Nienetwiler-Forschung ist das Gerede um Atlantis direkt würdig für Vorlesungen. Um es deutlich zu sagen: Seit Erich von Däniken und seinen Ausserirdischen gab es keinen grösseren Nonsens!

Es mag ja richtig sein, dass einige Artefakte, die in verschiedenen Ländern von unabhängigen Forschern gefunden wurden, einen belegbaren Bezug zueinander haben. Aber das ist noch lange kein Beweis für Nienetwil! Es ist, als würde man behaupten, dass es Zyklope gab, nur weil Schliemann die Existenz Trojas bewies.»

Nach den Mitteilungen über die Funde auf der Homepage des Kantonsmuseums Luzern überschlugen sich KritikerInnen und hetzten gegen alle, die auch nur den Verdacht äusserten, dass die Sache wahr sei.

Cloe Peitrequin schrieb auf Hugentobler-Streiffs Artikel in einer Rundmail an alle Archäologinnen und Archäologen (Übersetzung):

Liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich konnte nicht ermitteln, wer an den angeblichen Grabungen «Nienetwils» beteiligt gewesen ist. Ebenso wenig weiss man über die Wissenschaftlichkeit der Grabungsarbeit oder Auswertung. «Alles noch in Arbeit», heisst es vom Kantonsmuseum Luzern (das übrigens nicht auf der Liste der Museen im Kanton Luzern auftaucht und gewiss nicht mit dem Historischen Museum oder dem Natur-Museum zu verwechseln ist. Wer steckt hinter alledem? Wer verbreitet all die Informationen über Nienetwil? Es taucht immer wieder ein Name auf: Simon Meyer. Er arbeitete in der «Katastrophen»-Grabung Sennweid in Zug, bei der Kantonsarchäologie Luzern und bei der Kantonsarchäologie Zug. Er hat weder einen Universitätsabschluss noch ist er irgendeinmal durch besondere Forschungsarbeiten aufgefallen. Die meisten, die man fragt, sind der Meinung, er sei ein «Tausendsassa» und Universaldilettant. Er selber mag weder Interviews geben noch publizieren (ausser Kurzgeschichten, die man unter Trivialliteratur einzuordnen hätte, wäre je eine publiziert worden). Was also will er mit der Geschichte erreichen? Aufmerksamkeit? Das ist ihm nicht gelungen, denn nicht einmal die ganze Fachwelt weiss von dem Thema. Dennoch bin ich der Meinung, dass das Thema gänzlich aus unseren Fachblättern verbannt werden sollte.