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Neue Lehmheizwand

Im Dachstock der Löffelburg, wo das Studio und Büro von Foto-x.ch hinkommt, haben wir eine Heiz-Lehmwand gebaut. Heute wurde der Feinputz aufgetragen. Nach dem Anbringen des Windpapiers und dem Stellen des Rahmens wurden erst 22 cm Isofloc eingeblasen und dann der Rahmen für die Lehmwand gesetzt. Darauf montierte der Lehmbauer* Urs Elsener die Lehm-Heizelemente. Mir blieb es dann, den Feinputz (Dante Weiss) aufzutragen.

Produkte:
Windpapier: DuPont Tyvek
Isolation: Isofloc
Dampfbremse**: SIGA Majpell
Lehmelemente: OBM-Bionik, WEM-Lehm-Klimaelemente
Feinputz: OBM-Bioni Feinputz Dante Weiss

Beteiligte Firmen:
Zimmermann Holzbau AG, Herlisberg
Urs Elsener Lehmbau, Ennetmoos
Wey Sanitär/Heizungs AG, Beromünster

… und Ihrer Löffelburgischen Majestät Sklave Herr SMY

* Lehmbauer: Im Gegensatz zur landläufigen Meinung baut der Lehmbauer keinen Lehm an.

** Dampfbremse: Im Gegensatz zur Pferdebremse ist die Dampfbremse kein Insekt, sondern eine diffusionsoffene Folie.

Aufs Dach gekriegt

Ziegel – trotz der Wortähnlichkeit gibt es keine Verwandtschaft zu den gehörnten Säugetieren, die so gerne überall draufspringen. Wohl aber zu dem lateinischen Wort «tegula» (Dachziegel), von «tegere» für bedecken. Wie auch immer. Sie sind weg! Alle! Nun ja, zumindest die auf dem Dach der Löffelburg. Dafür kam nun 10-cm-Holzfaserplatten und eine Folie drauf. Nächste Woche dann die Lattung, die Konterlattung und danach die neuen geflämmten Biberschwanzziegel, wie von Ortsbildkommission und Denkmalpflege vorgeschrieben.

Derweil, da der Arbeit so viel ist, pausieren die Bauhelme etwas auf der Fensterbank der Dachgaube und sonnen sich im langsam einsetzenden Herbstlicht.

 

Sisyphos

Da gibt es einen, SMY genannt,
der war in diese Burg gebannt.
Da schleppt er Abraum endenlos
Wie einst der arme Sisyphos!

 

(Reste der alten Küche im Dachgeschoss nach anschupsen mit meinem Hammer Mjölnir ;-)). Umbauarbeiten, August 2018)

Der letzte Ausbau des Dachgeschosses in zwei kleine Einzimmerwohnungen erfolgte ca. 1957, wohl nach dem Brand des Dachstockes. Danach blieb er, von der Wandfarbe abgesehen, bis heute unverändert.