Archiv der Kategorie: Arbogast

Mädchen in geblümten Kleid

 

Es muss ein wildes Mädchen gewesen sein! Das wie eine archaische Bemalung oder Felszeichnung anmutende Bild vermittelt nicht gerade das Flair eines klinen Mädchens das durch den Frühling hüpft.

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Arbogast meinte auf Nachfrage:

«Eigentlich war sie ein ruhiges Mädchen. Als sie aber eines Morgens in dem roten Kleid mit den weissen Tupfen ins Schulzimmer kam und mit der halbautomatischen Waffe ihres Vaters, der Hälfte der Anwesenden, inkliusive Lehrerin, das Gesicht wegpustete, war sie wild. Den Überlebenden der Georg Washington Elementary Scool war klar, dass die Fopperei und das Mobbing in den letzten Monaten wohl zuviel war. Da sie erst elf Jahre alt gewesen ist, verbrachte man sie in eine geschlossene  Psychiatrische Anstalt.»

«Dann ist das Bild also ein Statement gegen den leichten Zugriff auf Schusswaffen in den USA?»

«Nein, es ist rote und weisse Farbe. machen sie daraus was sie wollen sie Hornochse!»

 

Alle Bilder von Arbogast finden Sie hier: ARBOGAST

Der Berg ruft

Neues Bild von d’Aciel Arbogast: «Der Berg ruft»

«Den Prozess des Abtragens und Auftragens dokumentieren zu können, ist ebenso Bestandteil des Bildes wie die Wahl des Ausschnitts, der Farben und natürlich des Inhalts.

Kratzend und schabend nimmt das Werkzeug Material von der Wand. Hinterlässt seine Spuren, seine Zeichnung.

In diesem Sinne sind die Bilder von d’Aciel Arbogast gleichsam auch  Seelenbilder von Baustellen.»

Sten van de Gellen, «Journal des arts, 6/12, 2019»

Das Bild ist, wie alle Kunstwerke von d’Aciel Arbogast, nur als Fotografie  erhältlich. Wie man ja weiss, werden alle Originale zerstört.

Freie Radikale

Mit dem Werk «Freie Radikale» zeigen wir euch ein neues Werk Arbogasts. 

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«Der einzelne Mensch als Individuum, das sich von allen anderen unterscheidet, ist und bleibt dennoch Teil der Masse und ihrer Zwänge. Sich in aller Radikalität zu hinterfragen und seine Erkenntnisse ebenso radikal umzusetzen, ist Voraussetzung, sich als freies Radikal aus der Masse zu lösen.

Jede Form des Opportunismus knechtet den Geist des Individuums und stärkt die Massenträgheit, die Verklumpung, den Stillstand und damit das unendliche Sein der dieser Masse innewohnenden moralischen Gesetze.»

So äusserte sich Prof. Dr. Heribert Brunzweiler von der Fakultät der Künste zum Bildtitel. Arbogast d’Aciel quittierte dies mit den Worten: «Ah, geh scheissen, Oada!»

In seinem Interview in der Sendung «Kunst» vom 24.6.2019 meinte er selber zu dem Bild: «Wir brauchen nicht ständig den Begriff der Kunst zu bemühen. Wozu soll das gut sein, und vor allem, was soll diese Kunst sein? Sie interessiert mich nicht, die Kunst. Mich interessiert die Tat. Am wenigsten  interessieren mich die Gespräche der herumstehenden Gaffer und der akademischen Schwätzer, die alles und jedes verkomplizieren und in eine Sprache quetschen, die ein normaler Mensch nicht mehr verstehen kann. Ich erinnere mich an einen sehr berühmten Wiener Künstler – leider ist mir der Name entfallen – der mich einmal an einer Ausstellung anschubste, auf ein Bild zeigte und meinte ‘Schö is, gö!’.»

Da das «Geh scheissen, Oada!» ebenfalls von diesem Künstler stammt, fand ich es angebracht, ihn nach der Rede Brunzweilers zu zitieren.

Mein Bild ist nicht schön, es ist will auch nicht schön sein, und besagter Künstler hätte dazu wahrscheinlich gesagt: «Schö göbs Pickarl, wo hostn des hea?» «Ausm Baumarkt», hätte ich geantwortet und gesagt: «Die Recycling-Gummimatte und die Farbe auch. Hat alles kaum mehr als einen Zwanziger gekostet.»

«Jo, fein hasts gmacht, aweng schiach, oba a schö göbs Pickarl!»

Gotthard

Das Bild «Gotthard» von d’Aciel Arbogast (180 x 70 cm, Farbe auf Gips) zeigt in seiner rauen Beschaffenheit und eindrücklich groben Art die Brutalität, mit der unsere Alpen für den Verkehr durchstossen werden. Wie zwei Fäuste umschliessen die Felsen die Tunnel, gleich zwei Händen. die jemanden zu erdrosseln suchen. 

Arbogasts Bilder, die stets fotografiert und dann zerstört werden, sind zu Unrecht kaum bekannt. Aber sie sind eben nur als Fotografien überlebend, Mischwesen, quasi Geschaffene, jedoch nicht Vorhandene. Man könnte sich fragen, ob sie je existierten und ob alles nur Fake ist, der Künstler und der Fotograf die einzigen Zeugen, oder aber ein und derselbe sind. Die methodische Stringenz und der klare und ehrliche Stil, der sich durch die Werke Arbogasts zieht, sowie Hunderte dokumentierte Werke strafen solche Verleumdungen, wie sie immer wieder auflodern, jedoch Lüge.

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Die an japanische Holzschnitz-Techniken erinnernde, jedoch mit einem Seitenschleifer produzierten Bilder werden ausschliesslich in Gebäuden, die abgerissen oder totalsaniert werden, direkt in die Wand geflext beziehungsweise gemalt. «Ich liebe Kunst, die dich wie eine Hure von der Seite anmacht – ‘wie wärs mit uns, Schätzchen?’. Es muss einen jucken und anwidern zugleich. Etwas muss hässlich, etwas muss schön sein. Was nicht berührt, ist Dekoration, was geschaffen wurde, um zu berühren, ist Kitsch», sagte unlängst Arbogast an einer Vernissage. Worte, die zu seinen Bildern passen und selbst in den Fotografien dieser vergänglichen Werke zu sehen sind.

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ROT

Unsere erste Ausstellung in der Löffelburger Online-Galerie gilt dem allseitsbekannten und hochgelobten Künstler

d’ACIEL ARBOGAST.

 

Mit dem Werk ROT – The Horror of Entropy, und hier sei angemerkt, dass Rot in norwegisch «Durcheinander» bedeutet, schuf er eine Arbeit, die in ihrer Komplexität und überraschenden Formensprache seinesgleichen sucht.

Arbogast hat in diesem Werk mit einer Trennscheibe gearbeitet.

«Die Entropie ist das einzig allumfassende Gesetz. Der Eindruck von Ordnung ist eingebildet! Das Bild zeigt das Chaos, die wirbelnden Spiegelungen möglicher Universen am Ereignishorizont eines Schwarzen Loches.»

Das Werk ist lediglich als Fotografie käuflich, das Original wurde, wie die meisten Werke von Arbogast, nach seiner Erschaffung zerstört.

 

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