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Augen

Es ist so weit. Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Nervtötende, Kafiträschkonsum fördernde Bise. Ewig blasend, drängend, hat er doch tatsächlich unseren Kohlemeiler auf einer Seite beinahe ausbrennen lassen. Da starren einen schon die Augen an, die das Ende bedeuten!

Hoffen wir das Beste, dass er bis Freitag durchhält und wir eine feurige Party haben werden!

Der Meiler

Hier haben wir euch den Aufbau des Meilers dokumentiert: 

Aufbau Kohlemeiler

Wir sind teilweise etwas beinlahm geworden, aber alles in allem lief der Aufbau bisher flott und ohne Zwischenfälle ab – wie z. B. ins Bein hacken, mit der Motorsäge ins Bein sägen, sich Holz in die Hände rammen oder von einem Meteoriten getroffen zu werden.

Hier die Fotos des Aufbaus und darunter die Fotos des Anzündens

 

Die Fotos vom Abend des Anzündens:

 

(Wenige) Fotos von der «Brennparty»

 

Und die Fotos vom Abpacken der Kohle.

Vorstellungskraft

Ein leerer Platz. Nichts. Hinter dem kleinen Bach  und den Bäumen ein Dorf. Man hört Kirchenglocken läuten. Da es 9.40 Uhr ist, muss es Beromünster sein, da hier immer irgendwelche Glocken läuten.

Es ist also Beromünster. Der Parkplatz, im Winter nur von «Hündelern» und Joggern besucht, liegt bis auf eine kleine schwarze Plane leer da. Die Plane. Darunter verborgen Verheissung und Vorstellungskraft. Nichts Besonderes eigentlich. Löschi, Sand, Kohle, Asche, die beim Bau eines Kohlemeilers Verwendung finden können. Und werden. Bald!

In der Vorstellung sehe ich den Kohlenmeiler und Doris Wicki, wie sie nachts um ihn herumgeht, hier etwas klopft und dort ein Luftloch sticht, und dann wieder für eine/zwei Stunden schlafen geht. Rauch steht über dem Meiler und verbirgt wie ein Brautschleier den Blick auf den Mond. Es knistert leise und die Wyna plätschert.

Am Tag wuseln Eltern und Kinder auf dem Platz zwischen Festzelt und Meiler. Es riecht nach Rauch und Träsch. Leute plappern, Hunde bellen, Kinder lachen, es knistert leise und die Wyna plätschert.

Wie gesagt: Bald!

Die Köhler am Napf

Fotoausstellung «Die Köhler am Napf»


Veranstaltungsort:
Haus zum Dolder Beromünster, Dolderkeller

Vernissage: Donnerstag, 9. Mai 2019, 19.30 Uhr

Öffnungszeiten: Samstag, 11. Mai, Sonntag 12. Mai, Samstag 18. Mai und Sonntag 19. Mai jeweils 14.00 Uhr bis 17 Uhr sowie auf Anfrage 079 762 43 53

Das jahrtausendealte Handwerk der Holzkohle-Herstellung übte auf den gelernten Kunstschmied und heutigen Fotografen Simon Meyer schon immer eine grosse Faszination aus. So nahm er, begleitend zu den Arbeiten von Robert Müller am Dokumentarfilm «Köhlernächte», von 2012 bis 2017 immer wieder die kurvigen Strassen zum «Trachslis», zur «Hängelenflüe», zur «Finsteregg», zum «Unterbramboden» und zu all den anderen Köhlerplätzen im Napfgebiet unter die Räder. Dabei entstand eine umfangreiche und spannende Langzeitdokumentation über die Köhler am Napf – von der einzigen Schweizer Köhlerin Doris Wicki bis zum jungen Nachwuchsköhler Lukas Thalmann.

Lukas Thalmann an seinem eigenen Holzkohle-Meiler.

Die eindrücklichen Bilder zeigen nicht nur die handwerklichen Abläufe der zeitintensiven, schmutzigen und körperlich anstrengenden Kohleherstellung, sondern halten auch das lange nächtliche Warten an den schwelenden und Funken sprühenden Meilern fest.

Simon Meyer (*1968) absolvierte zunächst eine Ausbildung als Kunstschmied, bevor er beschloss, sich ganz seiner Begeisterung für die Fotografie zu widmen. Um sein sich autodidaktisch angeeignetes fotografisches Wissen zu festigen und zu erweitern, machte er ein einjähriges Praktikum bei Emanuel Ammon und arbeitete anschliessend als Assistent bei Georg Anderhub. 2012 machte er sich als Fotograf selbstständig. Simon Meyer ist seit 2009 zudem bei der Stiftung Fotodok als Geschäftsführer tätig.

 

Der Landwirt und Köhler Fränz (Pilgeregger)  Röösli bei der Herstellung von Holzkohle im Kohlemeiler auf der Pilgeregg im Entlebuch. Fotografien anlässlich der Dreharbeiten zum Dokumentarfilm “Köhlernächte” von Robert Müller.


Weitere Links:
Fotodok: Simon Meyer
Homepage Simon Meyer
Homepage Köhler Entlebuch
Homepage Doris Wicki

 

 

 

 

Köhler-Woche Beromünster

Wer hat Lust, beim Aufstellen des Holzkohlemeilers zu helfen?

Donnerstag, 9. Mai: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr Aufschichten des Holzes

Freitag, 10. Mai: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr Eindecken mit Tannästen

Samstag, 11. Mai: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr Abdecken mit «Löschi»

Helferinnen und Helfer bekommen pro Halbtag einen Sack Holzkohle und ein (einfaches) Mittagessen.

Alle Informationen zu der Köhler-Woche hier: Link