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Aufs Dach gekriegt

Ziegel – trotz der Wortähnlichkeit gibt es keine Verwandtschaft zu den gehörnten Säugetieren, die so gerne überall draufspringen. Wohl aber zu dem lateinischen Wort «tegula» (Dachziegel), von «tegere» für bedecken. Wie auch immer. Sie sind weg! Alle! Nun ja, zumindest die auf dem Dach der Löffelburg. Dafür kam nun 10-cm-Holzfaserplatten und eine Folie drauf. Nächste Woche dann die Lattung, die Konterlattung und danach die neuen geflämmten Biberschwanzziegel, wie von Ortsbildkommission und Denkmalpflege vorgeschrieben.

Derweil, da der Arbeit so viel ist, pausieren die Bauhelme etwas auf der Fensterbank der Dachgaube und sonnen sich im langsam einsetzenden Herbstlicht.

 

Aufrüstung jetzt!

Da wir fast eine Woche lang nichts vor der Burg stehen hatten, fühlten wir uns seltsam leer und eine innere Unruhe befiel uns. So befanden wir alsdann, dass es besser wäre, aufzurüsten und uns gegen solcherlei Leere zu wappnen. Gesagt, getan. Bis spät in den Samstag hinein wurde uns ein Gerüst hingebaut, das sich sehen lassen kann.

Die heutige Vernissage der neuen Gerüstausstellung (die Gerüstausstellung ersetzt bis auf Weiteres die Muldenausstellung, da sich die Mulde aus dem Staub gemacht hat) wurde in Anwesenheit einer streunenden Katze und eines verirrten Sonnenstrahls feierlich mit folgender Tafel eröffnet: «VORSICHT! Dieses Gerüst trägt jede und jeden, egal welcher Herkunft, gleich!»

 

 

Entmuldet

Im Leben vieler kommt der Moment, da sie sich Mulden aufladen. Das ist keine Schande und passiert nun mal. Es gibt sogar Leute, ja ganze Unternehmen, die von den Mulden anderer Leute leben. Wieder andere sind dazu da, bei der Entmuldung zu helfen, wenn der Muldendruck zu gross wird. Und wenn man allen Mut zusammennimmt und hart arbeitet und das Schicksal einem etwas gewogen ist, dann schafft man die Entmuldung auch. Aber Vorsicht! Auch wenn keine Mulden mehr da sind, können die Altlasten dennoch extrem nerven.

S. Meyer, Muldenberater